Gemeinsamer Hackathon der Kreuznacher Stadtwerke und der Sparkasse Rhein-Nahe zur „Mitarbeiter-Mobilität“ – Ideen gehen rasch in die Umsetzung

Kategorie: Presse

Gemeinsamer Hackathon der Kreuznacher Stadtwerke  und der Sparkasse Rhein-Nahe zur „Mitarbeiter-Mobilität“ – Ideen gehen rasch in die Umsetzung

Viermal Stadtwerke, viermal Sparkasse. Ein Thema: Mitarbeiter-Mobilität. Als sich die Mitarbeiter um die Teilnahme am gemeinsamen Hackathon bewarben, kannten sie den Katalysator noch nicht, der das Thema Mitarbeiter-Mobilität mit Rasanz nach vorne treiben sollte.

Der Begriff Hackathon ist eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“ und wurde anfänglich nur für kollaborative Soft- und Hardwareentwicklung verwendet. Später wurde der Begriff dann auch für übergreifende allgemeine Problemlösungen im Team übernommen – immer mit einer festen Problem- oder Aufgabenbezeichnung gekoppelt.

Am Anfang standen vier Sparkassen- und vier Stadtwerke-Mitarbeiter, die sich für drei Tage „einschlossen“, um gemeinsam Ideen zu generieren, wie man in ihren Unternehmen Mitarbeiter-Mobilität voranbringen könnte. „Das klappte sofort gut“, sagt Pascal Rossow von der Sparkasse, „wir haben als Team gleich prima harmoniert.“ Und so hatte man schnell Zwischenergebnisse erarbeitet, die man dem Geschäftsführer der Stadtwerke und den Vorständen der Sparkasse präsentieren wollte. Doch dann kam Corona und das Thema Mitarbeiter-Mobilität nahm unerwartet Fahrt auf.

Heute, nach der Endpräsentation, ist man viele Schritte weiter. Die wichtigsten Ergebnisse des Hackathons sind bereits in der Umsetzung. „Eines unserer Kernthemen im Hackathon war natürlich das „Mobile Arbeiten“. Hier sind wir von der Realität überholt worden“, so Sabrina Linn von den Kreuznacher Stadtwerken. Ideen, vor allem in Bezug auf mobiles Arbeiten, wurden in kürzester Zeit umgesetzt und einem Großteil der Mitarbeiter das Arbeiten von zu Hause aus ermöglicht. Doch hier endet die Arbeit für den Hackathon nicht. Mit diesen ersten Erfahrungen werden nun Überlegungen angestellt, die aktuelle Quote in die Planung neuer Gebäude einfließen zu lassen, um zum einen kostengünstiger und flächensparender bauen zu können und zum anderen auf die Bedürfnisse der Beschäftigten einzugehen.

So baut zum Beispiel die Sparkasse gerade in ihrem neuen Beratungs-Center in Ingelheim an einer variablen Fläche, in die man sich als Sparkassen-Mitarbeiter mit Telefon und Laptop anmelden kann, wenn man sich gerade in Ingelheim befindet. „Wir schaffen hier mehr Flexibilität und brechen auch alte, festgefahrene Strukturen auf“, sagt Peter Scholten, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein-Nahe. „Warum sollten wir nicht auch Stadtwerke-Mitarbeitern freie Ressourcen in unseren Räumlichkeiten um Bad Kreuznach herum anbieten?“, ergänzt er. Wenn man sich gegenseitig aushelfe, könnte man Büroflächen einsparen und damit Platz schaffen für Wohnraum, der viel nötiger gebraucht würde. Im Hackathon wurde aufgezeigt, wie groß die Einsparpotenziale für die Unternehmen wären, und auch wie gut, diese Maßnahmen für die Umwelt wären, wenn nicht jeder Mitarbeiter täglich längere Anfahrten an seinen Arbeitsplatz auf sich nehmen müsste: Zeit- und Kraftstoffeinsparung inklusive.

Eine weitere Idee des Hackathons findet bald schon in einer neuen App der Stadtwerke Anwendung. Nämlich in der „Nahe Changers App“. „Hier geht es darum, in der App zu hinterlegen, wie viel man zu Fuß gelaufen, mit dem Rad oder mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren ist. Wo man sich für Salat anstatt für Schnitzel entschieden hat“, erklärt Jörg Schneiß von den Stadtwerken. Die App ist so ausgestaltet, dass man als Einzelperson oder als Team das Thema Mobilität und Nachhaltigkeit nach vorn bringt. Als Bonus für das Engagement, erhält man Punkte, die bei einer bestimmten Punktzahl in einer Baumpflanzaktion münden. „Wir sorgen für Bad Kreuznach und möchten hier auch nachhaltig etwas für das Klima tun. Bäume pflanzen ist in Zeiten zunehmender Wärme und anhaltender Trockenheit ein nachhaltiger Gedanken, den wir unterstützen möchten“, sagt Christoph Nath, Geschäftsführer der Kreuznacher Stadtwerke.

Die Ideen des Hackathon-Teams sind somit schon anfänglich in die Umsetzung gegangen. Wie geht es jetzt weiter? „Unsere Mitarbeiter haben sich eindeutig positiv dazu geäußert, dass sie im Team an der weiteren Umsetzung ihrer Ideen arbeiten wollen. Das Engagement schätzen wir sehr, es bedeutet, dass sie für das Thema brennen, dass sie für ihr Unternehmen, aber auch für unsere Region, zu guten Lösungen kommen möchten“, freuen sich die beiden Personalleiter der Stadtwerke, Alexander Kohn und der Sparkasse, Kai Wilhelm.

Ideen, wie die eines Mobilitätsmanagers stehen noch am Anfang. Der Gedanke ist dabei, eine Stelle zu schaffen, die sich bei den Stadtwerken und der Sparkasse darum kümmert, vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen, Fahrgemeinschaften zu organisieren, Aufklärung in den Häusern zu betreiben, was klimafreundliches Mobilitätsverhalten bedeutet, Anreize zu schafften. Offen ist dabei, ob man einen solchen Mobilitätsmanager je Unternehmen bzw. Institut bräuchte, oder ob Stadtwerke und Sparkasse hier auf einen gemeinsamen Mobilitätsmanager zurückgreifen können. Fest steht: man möchte die Häuser fit für die Zukunft machen – im Vordergrund stehen die Mitarbeiter-Gesundheit, die Umwelt und Einsparpotenziale, die es zu heben gilt.

 

2020-09-30_gemeinsame Pressemitteilung SPK und Stadtwerke_Hackathon Mitarbeitermobilität

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